Parzival –
ein Überblick




Die Textgrundlage

Von keinem der Werke des dreizehnten Jahrhunderts sind so viele Handschriften erhalten, wie jene, die das Parzival Epos betreffen.

Ein Vergleich all dieser Handschriften belegt, daß sie hauptsächlich in zwei Klassen zerfallen, die durchgängig einen verschiedenen Text haben. Eine Ausnahme machen das 8. - 11. Buch, wo der Gegensatz fast verschwindet. (398 - 582)

Es war das große Lebenswerk Karl Lachmanns, der erstmals eine ganz bestimmte Ordnung erfinden mußte, um all diese Texte sinnvoll miteinander zu vergleichen und zusammenzufassen.

Auf diese Weise entstand 1833 das erste Gesamt-Epos, wie wir es heute begreifen. Dieses Gesamt-Epos basiert auf vier Blöcken von Handschriften, die das Fundament der Überlieferung darstellen.



Den ersten wichtigen Block bildet die alte Handschrift von St. Gallen, die das Gedicht auf 284 Folioseiten wiedergibt, deren jede Seite

2 Spalten zu je 54 Zeilen hat. Sie ist von

3 Händen geschrieben. Die zweite Handschrift fängt auf 16.4 an, die Dritte auf 18.30
Bruchstücke derselben Gestaltung stammen vom Anfang des 14. Jahrhunderts und wurden von verschiedenen Sammlern überliefert und Karl Lachmann zur Verfügung gestellt. Im Laufe der Zeit sind noch eine Unzahl weiterer Bruchstücke aufgetaucht. Die schlüssige Zusammenfassung des Epos von Karl Lachmann wurde bis heute von keinem Autor übertroffen oder nachhaltig widerlegt.

Aus diesem Grunde basiert die Handschrift Michael Dirks auf der Grundlage des Textes von Karl Lachmann.